Der Arlberg trägt seinen Ruhm auf Schnee. Sein Sommer ist das besser gehütete Geheimnis: leere Wege, blühende Hochwiesen, und ein Licht, das die Kalkwände abends rot färbt. Wer in Zug wohnt, beginnt mittendrin.
Der Bergsommer vor der Haustür
Lech am Arlberg ist im Winter Weltbühne. Im Sommer wird es wieder Dorf: Die Bergbahnen fahren Wanderer statt Skifahrer, auf den Wiesen steht Vieh, und über allem liegt eine Ruhe, die man dem Ort im Februar nicht zutrauen würde.
Zug, der Weiler oberhalb von Lech, ist dafür der vielleicht beste Ausgangspunkt. Kein Durchgangsverkehr, keine Fußgängerzone: Hier beginnen die Wege direkt an der Haustür, und das Zugertal öffnet sich dahinter wie ein eigenes kleines Reich.
Just Meadows. Just Quiet. Just Zug.
Das Zugertal: der sanfte Klassiker
Vom Ortsrand von Zug zieht sich das Zugertal talein, dem jungen Lech entgegen. Der Talweg steigt sanft an, begleitet vom Wasser, in dem Fliegenfischer ihre Bahnen ziehen. Es ist die Wanderung für den ersten Tag: wenig Höhenmeter, viel Landschaft, jederzeit umkehrbar.
Wer weitergeht, läuft auf das Talschluss-Panorama zu: die Kalkwände der Roten Wand, eines der prägenden Massive Vorarlbergs, und dahinter die Mulde des Formarinsees. Diese Etappe ist der Grund, warum viele Gäste das Zugertal jedem Prospektmotiv vorziehen.
Just River. Just Valley. Just Walking.
Formarinsee und Rote Wand
Der Formarinsee liegt im hintersten Zugertal, eingefasst von Fels und Almwiesen. In seiner Umgebung sammelt der junge Lech seine ersten Bäche: Hier oben beginnt der Fluss, der dem ganzen Tal den Namen gibt.
Am See setzt auch der Lechweg an, der Weitwanderweg, der dem Fluss über Wochen bis in sein Unterland folgt. Man muss ihn nicht ganz gehen, um ihn zu verstehen: Schon die erste Etappe zurück Richtung Lech zeigt, wie sich ein Fluss sein Tal baut.
Just Source. Just Stone. Just Lech.
Der Grüne Ring
Im Winter verbindet der Weiße Ring die Orte des Skigebiets. Im Sommer übernimmt sein Gegenstück: Der Grüne Ring führt als markierter, mehrtägiger Rundweg durch die Bergwelt rund um Lech und Zürs, mit Etappen, die sich auch einzeln gehen lassen.
Für Gäste aus Zug ist das der Einstieg in die Höhenlagen: oberhalb der Baumgrenze, zwischen Karst, Seen und jener Alpenflora, der wir im Guide ein eigenes Porträt gewidmet haben. Über tausend Pflanzenarten wachsen zwischen Talboden und Gipfel.
Just Circles. Just Height. Just Flora.
Gut zu wissen
Die Wandersaison am Arlberg hängt an der Schneeschmelze: Talwege sind früh im Sommer frei, hochgelegene Übergänge können bis in den Frühsommer Schneefelder tragen. Aktuelle Wegverhältnisse und die Sommer-Betriebszeiten der Bergbahnen veröffentlicht Lech Zürs Tourismus.
Für die Einkehr unterwegs lohnt ein Blick in unseren Hütten-Guide: Er führt die Hütten und Bergrestaurants der Region, von der Alm im Zugertal bis zur Terrasse über Lech. Und für die Routenwahl zum eigenen Können hilft unser Concierge gerne weiter.
Just Boots. Just Bread. Just Back Home.
| Ausgangspunkt | Zug am Arlberg, direkt am Haus |
| Talwanderung | Durchs Zugertal Richtung Formarinsee |
| Rundweg | Der Grüne Ring, mehrtägig, auch etappenweise |
| Weitwanderweg | Lechweg, ab dem Formarinsee dem Fluss folgend |
| Einkehr | Hütten und Almen, siehe Hütten-Guide |
| Beste Zeit | Bergsommer und Frühherbst, je nach Schneelage |
Wege, die vor der Tür beginnen und am Wasser enden. Just Trails. Just Silence. Just Zug.
